Die Preiselbeere

oder auch Grant´n, wie sie in unserer Region genannt wird. Sie ist ein eher unscheinbarer, kleiner Strauch, der magere Böden liebt und jeder Witterung trotzt. 

Die Preiselbeere nimmt von Natur aus ihre eigene Haltbarmacher mit. Die sogenannte Benzoesäure verhindert das Wachstum von Bakterien und ist nicht zuletzt Grund dafür, warum Preiselbeer Marmelade & Co. eine beachtlich, lange Lebensdauer haben. Nicht nur Benzoesäure, sondern auch Zitronen- und Oxalsäure sind in der kleinen Beere enthalten.Nicht zufällig findet man die roten Beeren selten am Dessertbuffet, dafür umso öfter in Begleitung von pikanten Wildgerichten. Wer jedoch gerne selbst bei der Zubereitung Hand anlegen möchte, der kann sich an der Herstellung eines sündigen Preiselbeerobers versuchen. Dabei wird einfach geschlagener Schlagobers, frisch geriebener Kren und eingekochte Preiselbeeren gut miteinander verrührt. Ein besonderer Gaumenschmaus ist es dazu ein geräuchertes Forellenfilet zu servieren. Bon Appétit!

 

Was lange als altes Hausmittel wohlbekannt war, ist mittlerweile zu einer erwiesenen wissenschaftlichen Tatsache geworden. Die Preiselbeere ist das Wundermittel Nummer Eins, wenn es um gesunde Harnwege geht. Unterstütz zusätzlich mit Vitamin C die Abwehrkräfte bei hartnäckigen Infektionen.


Die sagenhafte Melisse

Keine Angst, meine Stacheln stechen nicht. Denn ich die Melisse bin ein friedfertiges Kraut, das uns auf viele Weise Gutes tut - als Balsam für Körper und Seele oder als leckere Versuchung in Sirup, Liköre, Salze,... 

Meine vielseitigen Heilwirkungen erkannte auch vor langer Zeit Hildegard von Bingen. Bekannt bin ich vor allem als Heilmittel gegen Kopfschmerzen, Übelkeit und wirke beruhigend. Man sagt sogar, dass ich so stark bin wie 15 andere Kräuter zusammen. Ein Tee aus meinen Blättern kann sich bei Stress und Nervosität als wahres Wundermittel erweisen, denn die enthaltenen ätherischen Öle wirken entspannend und angstlösend. Vor dem Zubettgehen getrunken, kann auch ein Gläschen vom berühmten Almkräuterschnaps beim Einschlafen helfen. Doch damit nicht genug. 

Mein herrliches erfrischendes Aroma hat auch in verschiedenen Salzmischungen, Essigen und Ölen Einzug gehalten. Passt hervorragend in frische Salate, zu herzhaften Lammgerichten und noch vielem mehr. Unbedingt probieren solltest du beispielsweise einen Erdbeer-Chili-Salat mit Melisse! Wie der genau zubereitet wird erfährst du im Geschäft GenussKunst. 

Garantiert ein unvergessliches Geschmackserlebnis. 


Die Zirbe

2011 wurde die Zirbe zum Baum des Jahres in Österreich. Gemeinsam mit der Lärche bildet die Zirbelkiefer die Baumgrenze in unserem alpinen Lebensraum. Bäume, die über 1000 Jahre alt werden können, einen aufrechten Wuchs bis 30 m erreichen können, lassen uns neugierig darauf werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die die enorme Heilwirkung belegen. Ein Bett oder Polster aus Zirbenholz bzw. Zirbenspänen sorgt für einen erholsamen und gesunden Schlaf, da die Herzfrequenzrate gesenkt und der vegetative Erholungsprozess beschleunigt wird. Da sich dadurch auch das Nervensystem beruhigt, muss auch das Herz durchschnittlich um 3.500 Mal weniger täglich schlagen, was eine gesundheitliche Schonung für uns bringt. Aus den Zapfen oder auch Zirbennüssen genannt entsteht der „Zirbenschnaps“, eine Spezialität aus unseren 

Nockbergen. Die Zirbenzapfen werden mehrere Wochen in Schnaps eingelegt und sorgen dann auch für die herrliche wein-rote Farbe. Gerade bei uns in den Nockbergen ist ein dichter, gesunder Zirbenwald lebensnotwendig, da er ein natürlicher Lawinen- und Überschwemmungsschutz ist. 


Die „gepfefferte“ Blüte

Ich habe meinen Namen von einer griechischen Nymphe. Nur weil Persephone eifersüchtig war, wurde ich in ein blühendes Kraut verwandelt. Mentha kommt von Minthe und als 

solche wurde ich zu einer „gepfefferten“ Blüte. Nach all dieser Zeit ist das jetzt egal, zumal ich tugendhafte und stark heilende Kräfte besitze. Früher verwandt man mich als Schutz gegen Verhexung und Krankheit. Heute erfrische ich nicht nur, sondern habe emerkenswerte Eigenschaften durch meinen hohen Anteil an ätherischem Öl, dem Menthol. Dadurch bekämpfe ich innerlich einen trägen Magen, bin verdauungs- und appetitfördernd sowie krampflösend. Äußerlich bin ich aber eine richtige Wucht bei Migräne, Neuraligien (Nervenschmerzen). Eines darfst Du allerdings auch nicht vergessen. Eine Tasse voll „Magie“ – ein Tee mit mir und jemand gerät in Ekstase. Kleiner Scherz aus früheren Tagen. Ich wurde nämlich auch die „Krone der Aphrodite“ genannt und man rieb mit mir Tische ein, um die heimkehrenden Männer zur Ekstase zu bringen. Ein Tee von mir hätte eigentlich gereicht oder auch eine andere Darreichungsform. Große Namen lieben mich; wie z.B. brauchte mich Hemmingway ziemlich oft in seinem Lieblingsdrink – dem Mojito. Also entscheide Du, wie Du mich gerne verwendest – als Heilkraut sowie Sabine mich in verschiedene Tinkturen, Bäder und Tees einarbeitet, oder in der Küche wie Edgar als Essig, Sirup usw. Vielleicht werde ich ja auch für Dich zu einem Lieblingskraut …


Wundermittel Lärche

Die Lärche ist ein Kraftbaum. „Der knorrige Stamm symbolisiert den Jupiter mit seiner Stärke und Kraft und er scheint allem zu trotzen, auch den Naturgewalten“, sagt die Signaturlehre. Die Lärche ist aber auch ein Lebensbaum. Sie vereint alle vier Elemente: Erde durch ihre starke Pfahlwurzel, Luft, weil ihre Äste sich im Wind leicht biegen, Feuer aufgrund ihrer Krone und Wasser durch ihre Anschmiegsamkeit, wie eine kleine Quelle. Durch ihre ätherischen Öle (20%) und Harnsäuren (50%) ist sie super bei Erkältungen, Entzündungen

einsetzbar. 

Die Lärchensalben sind entweder wie eine Zugsalbe zu verwenden oder als feine hautpflegende Salbe (mit weniger Harzanteil) zu nutzen. Sie hat auch hervorragende schmerzlindernde Eigenschaften z.B. bei Nervenschmerzen und Hexenschuss. Wir verwenden die Lärche vielseitig bei unseren Hausmittel und als feine Aromazutat bei Sirupe.


Der sagenhafte Thymian

„Die meisten von Euch kennen mich als Gewürzpflanze. Ich bin aber eigentlich eine kraftvolle Heilpflanze. 

2006 wurde ich sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. 

Cool oder? Ein kleiner Hüstler und ich komme schon zum Einsatz. 


Wenn es um Bronchitis, grippale Infekte, Reizhusten, Erkältungen, Mandelentzündungen usw. geht, kann ich Dir ganz schnell helfen. Meine ätherischen Öle sorgen dafür, dass es sich bei Dir im Brustkorb kreisförmig erwärmt. Die Drüse unter dem Brustbein und ich tragen sogar denselben lateinischen Namen. Thymusdrüse und ich Thymus vulgaris. Von meinem Wesen und Signatur her stehe ich für Glut, Zuwendung und Reinigung. 


Edgar und Sabine arbeiten sehr kreativ mit mir. Als Gewürz mischt mich Edgar in Sirupe, in Essig und in Punschkreationen. Sabine nutzt hingegen meine Heileigenschaften im Huastal Saft, im Tee, als Erkältungsbalsam und für Ölwickel.

Und ich habe viele Freunde unter den Kräutern, mit welchen ich toll harmoniere. Probiert´s mich doch einfach vielseitiger aus.“


Wundermittel Fichte

Die Fichte als sehr wirkungsvolles Naturmittel gegen Husten ist bekannt. Es sind die ätherischen Öle der Fichtenwipfel, die hartnäckigen Hustenschleim lösen. Gleichzeitig desinfizieren und reinigen sie die Bronchien. Wie in jedem Naturheilmittel steckt auch in der Fichte mehr, als nur die Wirkung für den Hals und Husten. Einem Rheumakranken sollte man ein altes Hildegard von Bingen Sprichwort mitgeben: „Guten Morgen Frau Fichte, hier bringe ich dir die Gichte“.  Dabei einfach eine Fichte umarmen. Aus dieser Überlieferung heraus, wurden Tinkturen und Bäder entwickelt. 

Grund dafür sind wiederum die ätherischen Öle der Fichtenwipfel, die als Bad oder Einreibung sehr gut die Durchblutung fördern. Gerade das so genannte "Maiwipferlbad" ist bekannt für seine wohltuende Wirkung, unter anderem für die Atemwege und bei rheumatischen Beschwerden. Es tut auch der Haut gut (anregend), hilft bei Krampfadern und dient der Nervenstärkung. Fichtenzweige sollten auch in der Wohnung bzw. im Haus stehen, da sie die Luft reinigen. Als Tee ist die Fichte eher nicht so beliebt. Dennoch vermag sie – gerade im späten Frühjahr –  als Teil eines Blutreinigungstees, kombiniert mit Giersch und Spitzwegerich ihre Vielfalt an Wirkungsweisen 

zu zeigen. 

Badesalz (als Bad, oder Inhalaltion),  Einreibtinktur, Hustensaft, Likör, Sirup,  Tee – all diese Produkte finden Sie sorgfältig hergestellt bei uns im Laden. Die Fichte ist eine der wichtigsten heimischen Baumarten, die nicht nur für ihre Holzqualität steht, sondern für uns ein bedeutendes Hausmittel gegen viele Beschwerden ist.



Die sagenhafte Schafgarbe

„Ich strotze vor Kraft und löse beinahe jeden Krampf. Und Krampf gibt es auf dieser Welt doch genug. Ob psychisch oder physisch. Die Kamille und ich gelten als Allheilmittel. 


Deshalb findet ihr uns auch in ganz vielen Kräuterteemischungen. Aber anders als die Kamille lasse ich mich nicht ordentlich kultivieren. 


Mein „Dickschädel“ hat aber seinen Grund. Wenn Du meine besten Wirkstoffe willst, dann lass mich dort wachsen, wo ich will. Dein Vorteil dabei ist auch, dass ich meinen Nachbarpflanzen sehr gut tue. Also egal welcher Krampf, ob im Hirn (seelisch gemeint), im Magen, im Bauch, im Unterleib, nimm mich hier als Tinktur ein. 


Viele meiner Freunde bevorzugen mich auch, weil ich Dir gerne von meiner strotzenden Kraft abgebe und Du merklich mehr Energie hast. Wenn Du wieder einmal nicht in die Gänge kommst, dann verordne ich Dir eine Kur mit mir. Als Bad, Tee, Sirup, Tinktur und auch als Gewürz in Suppen und Saucen. 


Wundermittel Heu
Heu ist nicht nur eines der ältesten Hausmittel, sondern auch ein  wahrer Alleskönner. Einfach und doch so wirksam. Ich zähle nur mal so auf: hilft bei verkrampfter Muskulatur trägt zur positiven Aktivierung des Bindegewebes bei, zur Durchblutungsförderung, zur Erhöhung der körpereigenen Abwehr-kräfte, und kann bei fieberhafter Erkrankung, bei Rheuma, Wechseljahresbe-schwerden, bei Nieren- und Blasenleiden,  bei Stress, bei Kopf- und Nackenschmerzen eingesetzt werden. Unglaublich aber wahr. Heu wendet man äußerlich an. Sebastian Kneipp war sehr davon überzeugt und half mit Heubädern, Heublumensäcken, Heuwickeln bzw. Heublumenauflagen.


Wir stellen Heublumenkompressen in Säcken her, die man mehrfach verwenden kann. Man gib sie in kochendes Wasser (ca. 3 Liter), lässt sie 15 Minuten ziehen und gießt diesen Absud dann in warmes Badewasser. Damit vermeidet man Rückstände in der Badewanne und kann das Heubad komplett genießen. Säckchen trocknen lassen und bis zu 10x wieder verwenden.


Salbei
“Wer  auf  Salbei  baut - den  Tod kaum schaut!”,

erzählt man von mir. Früher hat man mit mir gezaubert. Ich war immer Bestandteil eines Verwandlungskrauts. Wahnsinn, oder? Dabei will ich nur helfen und heilen. Wie schon früher weitergegeben wurde, kann ich Leben verlängern und verwandle Dich. Hildegard, die kennst Du sicher auch,  die von Bingen, hat viel mit mir gemacht. Sie verwandelte die Säfte in Dir mit mir. Klinge ich vielleicht eingebildet?  Bin ich aber wirklich nicht.  Du musst mich nur richtig kennen lernen.  Gerade  wenn Du Schmerzen in den Knochen und Gelenken hast, dann tu ich Dir wirklich gut.    Genauso wie bei starken Lungenproblemen oder übermäßigem Schwitzen, daher hast Du schon Erfahrungen mit mir gemacht. Ich kühle und bin vielseitig.  


Klar, deshalb verwenden sie mich oft in den südlichen Ländern  in der Küche; im Omletteig herausgebacken, mit Kalbfleischgerichten, im Cordon-Bleu, mit Lammfleisch und Tomatensauce. Probier`s aus!


Lass Dir von mir helfen - als Tinktur, Tee, Salbe und als Kräuterdelikatesse für die Küche. Bis bald also.